
Die Therapie schwerer Leukämie- und Lymphomerkrankungen durch Übertragung patienteneigener oder fremder Blut- und Knochenmarkzellen wird seit längerem erfolgreich durchgeführt. Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass Zelltherapeutika auch bei anderen Erkrankungen effizient als „Medikamente“ eingesetzt werden können, um zum Beispiel das Immunsystem zu stärken, Infektionen und Tumorerkrankungen abzuwehren oder Gewebedefekte zu heilen.
Die Entwicklung und Herstellung solcher Zellmedikamente unterliegt strengen gesetzlichen Anforderungen und muss unter so genannten "GMP-Bedingungen" (GMP = Good Manufactoring Practice) erfolgen. Der Aufwand an Forschung und Entwicklung sowie die hohen Ansprüche bezüglich Qualitäts- und Prozesskontrolle erfordern deshalb eigens hierfür eingerichtete Reinraumlaboratorien.
Die José Carreras Leukämie-Stiftung unterstützte den Bau des Laborzentrums am Universitätsklinikum Regensburg finanziell. Hierdurch und mit Unterstützung der Europäischen Kommission wurde es möglich, das hochmoderne Laborzentrum in Regensburg anzusiedeln.